Babys und ihre Familien

Ein Baby ist geboren! Die Freude ist grenzenlos. Dieses Wunder ist unfassbar. Alles ist neu. Die ganze Familie hat die Aufgabe sich neu, oder wieder neu zusammen zufinden. Und auch das Wesen und die Bedürfnisse des neuen Menschen wollen erst erforscht und erkannt werden. Die Nächte sind kurz und die Tage voller Überraschungen und neuer Erfahrungen. Das Zusammenwachsen und die neuen Rollen auszufüllen, erfordert Kraft und Ausdauer. Die große Erfahrung der Geburt will integriert werden.

Doch dann gibt es auf solchen Abenteuerreisen manchmal auch jene Varianten, die über die eigenen Grenzen hinausgehen.

Ein schreiendes Baby, das nicht aufhört zu weinen, obwohl es satt, trocken und ausgeschlafen ist,… zerrt an den Nerven.  Manchmal will das Stillen nicht funktionieren. Oder der ‚baby blues‘ nimmt kein Ende.

Erinnerungsweinen oder Bedürfnisweinen?

Es hat sich gezeigt, dass es im Umgang mit Babys hilfreich sein kann, zwischen Bedürfnisweinen und Erinnerungsweinen zu unterscheiden.

Bedürfnisweinen meint dabei jenes Weinen, das den Bezugspersonen zeigen soll, dass ich,… Baby, etwas brauche.

Erinnerungsweinen hingegen meint ein Weinen, das sich an schmerzhafte Erlebnisse, aus der allerersten Lebenszeit, erinnert. An schwierige Momente während der Geburt,… einen im Mutterleib verlorenen Zwilling oder andere als schmerzhaft erlebte Momente.

Eine dritte Art Weinen kann dann auftreten, wenn Babys die (unausgedrückten) Emotionen/Themen ihrer Umwelt aufgenommen haben und einen Umgang damit suchen. Da sie noch feiner, als Erwachsene, mit allem um sie herum verbunden sind, nehmen sie um einiges ungefilterterter alles wahr, was bei den Menschen um sie herum so los ist. Das können Emotionen oder Projektionen etc. seien, die  wir Erwachsenen nicht ganz im eigenen Gewahrsein haben, die uns jedoch unbewusst beschäftigen. 

 

Die Bezugspersonen von einem Baby sehen sich also einer recht komplexen Aufgabe gegenüber.

Sie wollen für den kleinen Menschen sorgen, seine Bedürfnisse erkennen und angemessen handeln.

Und sie wollen für sich selbst sorgen und zugleich wach dafür sein, auf welcher Ebene sie sich selbst und auch ihr Baby sich befindet.

Gleichzeitig haben Eltern auch ihre ganz eigene Geschichte. Besonders, Erinnerungen aus unserer ersten Lebenszeit , die nur im Körpergedächtnis gespeicherte sind,… machen das Leben im Heute,… mit einem Baby,… manchmal schwer. Denn eine Bezugsperson reagiert, ohne zu wissen warum, … vielleicht anders als sie es möchte. 

Wenn Eltern mit ihrem Baby zu uns kommen, dann sind sie oft in einer Not, über die zu sprechen in unserer Gesellschaft meist schwierig ist oder sogar stigmatisiert wird.

Elternsein gilt als etwas, das von Natur aus zu funktionieren hat.

Nach vielen tausenden von Jahren, in denen genau diese Eltern-/Kindbeziehung systematisch gestört wurde, erscheint das als fast widersinniger Gedanke.

Bei jeder Familie, die zu uns findet, richten wir unser Augenmerk in erster Linie auf all das, was positiv ist. Diese Grundlage lässt sich dann Stück für Stück ausdehnen und ausbauen.

Und parallel dazu zeigt sich auch das, was nach Heilung strebt und sich in der Not des Babys und / oder der Not der Eltern ausdrückt.

Wir helfen Bezugspersonen von Babys dabei:
  • mit dem Weinen ihrer Schützlinge (besser) umgehen zu können
  • sich im Umgang mit ihrem Baby sicherer zu fühlen
  • besser zu verstehen, was eigentlich los ist
  • das Baby und auch einander zu unterstützen
  • die tieferen Ursachen von aktuellen Schwierigkeiten aufzudecken und deren Ursachen zu analysieren, um dann…
  • unaufgearbeitete Verletzungen auf den Heilungsweg  bringen zu können
Wir unterstützen:
  • bei Still – und/oder Schlafproblemen
  • bei Schwierigkeiten, die nach der Geburt  in der Paarbeziehung auftreten
  • nach schwierigen Geburten bzw. Trennungen nach der Geburt
  • wenn sich die Bindung nicht so anfühlt wie die Eltern es sich wünschen/ Bindungsschwierigkeiten
  • Unsicherheit, Angst oder Depression, die mit der neuen Lebenssituation einhergehen
  • Familien und Paare, die ihre Babys verloren haben